12
Mrz
2019
13

Der Sprachgärtner.

Grüezi, mein Name ist Nino Zwick.

In meiner ersten Ausbildung nach der Schule versuchte ich mich als Landschaftsgärtner.
Ich hatte genug vom Andauernden herumsitzen in geschlossenen Räumen und dachte, für einmal das Gegenteilige zu machen, sei eine hervorragende Idee. Schnell stellte sich heraus: Diese Idee war eine grosse Katastrophe und das wird nix.

Nach einiger Zeit wurde dann klar: Gärtnern hat dennoch etwas Bezauberndes – das kreative Potential liegt für mich aber in der Sprache. Im Sprachgärtnern, sozusagen.

  • Nach Wortperlen schürfen. Keine Drainagen ausschaufeln.
  • Treffende Wörter zu einem wohlklingenden Satz zusammenfügen, anstelle Steine zu einer Trockenmauer aufzuschichten.
  • Laien, mit einfachen Begriffen einen erleichterten Zugang zu einer komplizierten Materie verschaffen, anstatt Holztreppen zu schreinern.
  • Aus nervigem Werbeunkraut farbenfrohe Sprachblumen entstehen lassen.

Daran liegt mir viel.

Wenn Sie ein Wortgestrüpp also zu einem blühenden Sprachgarten verschönern lassen möchten, engagieren Sie am besten einen passionierten Sprachgärtner.

(Link zu Website mit CV und Textbeispielen folgt.)

2 Responses

  1. Annette

    Das ist irgendwie eine nette Idee, den Lesenden direkt anzusprechen. In Kombination mit dem Bild von Dir fühle ich mich sofort persönlich gemeint.

    Etwas stören tut mich der Satzanfang „Nach einiger Zeit …“. Da frage ich mich sofort: Und was war in der Zwischenzeit?! Alte Neugier, lässt mich nicht ruhen.

    Sehr schön finde ich dann wieder den letzten Satz, mit dem Wortgestrüpp etc. Sprachbild und Satzmelodie wirken sehr harmonisch. Vielleicht würde es dem Rhythmus guttun, wenn Du noch das Wort „lassen“ streichst.

  2. Pingback : Kulturelle Differenzen – #Sprachgärtner › #WIEWEITERIMTEXT

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